Umgestaltungspläne im Stadtbezirk I

GRÜNE warten auf Sanierung der Steeler Straße

 

Marion Buschkönig

Als im Sommer 2018 die Stadt endlich die Pläne zur lang ersehnten Umgestaltung der Steeler Straße zwischen Schwanenbusch und Wasserturm präsentierte, war die Hoffnung groß. Doch der angekündigte Baustart im Sommer 2020 blieb aus. Darum haben die GRÜNEN in der Bezirksvertretung I in der Sitzung vom 24.11.2020 bereits um Sachstandsbericht durch die Verwaltung gebeten. Dieser liegt auch drei Monate später nicht vor.

Die stellv. Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks I, MARION BUSCHKÖNIG, erklärt:

„Die Steeler Straße rund um den Wasserturm ist längst in die Jahre gekommen. Die Aufenthaltsqualität leidet sehr am maroden Zustand der Gehwege, Schienen und Straßen. Die Straßenbahn rumpelt hier unter enormer Lautstärke zu Stoßzeiten alle fünf Minuten über verschlissene Gleise und LKW sorgen insbesondere in den Nachtstunden auf der kaputten Straße für einen Lärm, bei dem für die Anwohner*innen an Schlaf kaum zu denken ist. Enge Gehwege, lockere Gehsteigplatten, kaputte Mülleimer und der desaströse Straßenbelag komplettieren das Erscheinungsbild. Nicht zuletzt die Geschäftsleute warten viel zu lange auf die versprochene Besserung. Die Menschen, die am Wasserturm wohnen, haben eine große Auswahl an Geschäften für den täglichen Bedarf, Gastronomie und sogar ein Kino. Zum Verweilen lädt die Steeler Straße aber nicht ein. Da sind die vorgestellten Pläne wie ein Licht am Ende des Tunnels. Die Haltestelle Wörthstraße soll nun endlich barrierefrei werden, zahlreiche Bäume und Grünflächen sollen die Aufenthaltsqualität verbessern und sogar Außengastronomie wird vorstellbar. Nur wann es endlich soweit ist, bleibt uns ein Rätsel.“

SILAS HAAKE, Ratsmitglied aus dem Stadtbezirk ergänzt:

Silas Haake

„Als 2018 die Pläne zur Sanierung der Steeler Straße vorgestellt wurden, war die Hoffnung der Menschen, die hier wohnen und arbeiten, groß. Enge, verschmutzte Gehwege und kaum Möglichkeiten, sicher die Straße zu überqueren – das treibt die Geschäftsleute hier genauso um wie die Anwohnerinnen und Anwohner. Besonders ältere Menschen leiden unter dem Zustand der Straße und der Haltestelle: Um mit der Straßenbahn fahren zu können, müssen Fahrgäste erst einen hohen Bordstein runter, um dann wieder eine Stufe rauf in die Straßenbahn zu steigen. Aber auch der in die Jahre gekommene Straßenbelag macht den Fußgängerinnen und Fußgängern zu schaffen. Die Tramschienen sind eine echte Stolperfalle und auch Rollatoren verhaken sich regelmäßig in den Pflastersteinen auf der unebenen Straße. Dazu kommt, dass Menschen, die schlecht zu Fuß sind, an der Haltestelle keine Möglichkeit haben, sich hinzusetzen oder vor Regen geschützt zu warten.
Die Umgestaltung war schon im Jahr 2018 längst überfällig, umso mehr verwundert es uns, dass bis heute nichts weiter geschehen ist und aus der Stadtverwaltung nur Schweigen wahrzunehmen ist.“

 

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