Verlängerung der U-Bahnlinien 11 und 17 in Richtung Süden prüfen

 

 

 

 

 

 

Die U-Bahnlinien 11 und 17 in Richtung Süden sollen verlängert werden.

 

Fraktionen von CDU und Grünen:

Verlängerung der U-Bahnlinien 11 und 17 in Richtung Süden prüfen

Antrag –  Pressemitteilung

Der Mobilitätsausschuss hat in seiner heutigen Sitzung auf Antrag der Ratsfraktionen von CDU und Grünen beschlossen, die Verlängerungsmöglichkeiten der U-Bahnlinien 11 und 17 in Richtung Süden zu prüfen.

Dazu erklärt Stephan Neumann, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen:

„Mit der U-Bahn in wenigen Minuten vom Hauptbahnhof zum Büropark Bredeney: Wir wollen den Weg frei machen, dass das nicht länger ferne Zukunftsmusik bleibt, sondern Wirklichkeit wird. Deshalb soll die Verwaltung nun prüfen, wie die U11 und U17 verlängert werden und welche Teilabschnitte bereits schnell realisiert werden können. Nur mit einem attraktiven Angebot des umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehrs haben die Essenerinnen und Essener überhaupt erst die Wahl, wie sie mobil sein wollen. Dass mit einem schnellen und dichten Nahverkehrsnetz der Umstieg in umweltfreundliche Stadtbahnen und Busse gelingt, haben andere Großstädte von Berlin bis München und von Frankfurt bis Leipzig längst bewiesen. Ein Nahverkehrsknotenpunkt im Süden mit attraktiven sich dort anschließenden Buslinien in die anliegenden Stadtteile und Nachbarstädte – so geht nutzerfreundliche und klimagerechte Mobilitätspolitik in Essen.“

 

Ulrich Beul, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion ergänzt: „Die Verlängerung der beiden U-Bahnlinien wurde seit langem immer wieder angedacht. Ohne Frage, solche Vorhaben sind langwierig. Und genau deshalb werden wir die Planungen jetzt vorantreiben. Eine attraktivere und schnellere Anbindung der südwestlichen Knotenpunkte unseres ÖPNV-Netzes ist u.a. für die Entwicklung im Bereich des Büroparks Bredeney und auch für viele Berufspendler sehr wichtig. Dabei planen wir ganzheitlich und beziehen Park&Ride-Parkplätze mit ein. Im Ergebnis steigern wir enorm die Attraktivität des ÖPNV, bereiten so den Weg für ein zukunftsorientiertes Mobilitätsangebot mit einer tatsächlichen Alternative zum motorisierten Individualverkehr.“

 

 

Der Antrag der Ratsfraktionen von CDU und Grünen hat folgenden Wortlaut:

 

die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen beantragen, der Ausschuss für Stadtentwicklung, -planung und Bauen nimmt zur Kenntnis und der Ausschuss für Verkehr und Mobilität berät und beschließt:

 

Die Stadtverwaltung Essen wird gebeten, die aktuellen Erkenntnisse zu den Verlängerungsmöglichkeiten der U-Bahnlinien U 11 und U17 zusammenzustellen (siehe auch 0534/2019/6B und 0787/2020/6). Dabei ist die Ruhrbahn GmbH mit einzubeziehen und die Ergebnisse sollen auch Antworten zu den folgenden Punkten bieten:

  • technische Machbarkeit auf Basis einer Vorplanung,
  • verkehrliche Vorteile zu den Wegebeziehungen (bspw. Anbindung des „Büroparks Bredeney“ an den Essener-Hauptbahnhof und die Essener-Innenstadt),
  • Realisierungsmöglichkeiten von Teilstücken mit eigenem Verkehrswert (einschließlich einer zeitlichen Angabe),
  • Realisierung eines Verkehrsknotenpunktes im Bereich „Büropark Bredeney“,
  • Betriebskonzept mit Netzplan zur Einbeziehung vorhandener oder neuer Buslinien,
  • Möglichkeiten zur Einrichtung von Park&Ride- bzw. Park-/Bike&Ride-Parkplätzen im Bereich der neu hinzukommenden Haltestellen und
  • Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Begründung

 

Seit den 1990er Jahren ist eine Verlängerung der U-Bahnlinien Bestandteil der Planungen. Aktuelle Entwicklungen lassen weiteren Handlungsbedarf erkennen. Die Attraktivität des ÖPNV ist gerade in unserem Ballungsraum von entscheidender Bedeutung. Dieser bietet Lebensqualität, hilft beim Mobilitätsverhalten der Menschen und damit der Entlastung des Straßennetzes sowie führt zu einer Verbesserung der Luftqualität. Dabei bieten die Stadt- bzw. Straßenbahn besondere Vorteile, wie die Beförderung von mehr Fahrgästen, einen guten Fahrkomfort und durch separate Fahrwege deutlich kürzere Reisezeiten. Dadurch freiwerdende Buskapazitäten können hingegen für die Weiterfahrt in weiter entfernte Stadtteile genutzt werden. Ziel und Leitlinie muss ein flächendeckendes Nahverkehrs-Netz sein, bei dem langsamere Verkehrsmittel gezielt Umsteigepunkte zu schnelleren Verkehrsmitteln ansteuern. Die Nahverkehrsplanungen der Stadt Essen bzw. die ÖPNV-Bedarfsplanungen 2017 des Landes NRW enthalten bereits Grundaussagen zur Verlängerung der beiden U-Bahnlinien. Diese sind mit den neu zu ermittelnden Erkenntnissen abzugleichen und mögliche Abweichungen aufzuzeigen. Hierbei sind Aspekte der Stadtentwicklung und der Modal-Split-Ziele besonders zu berücksichtigen. Die folgenden Szenarien sind auszuweisen:

  1. Verlängerung der U17 bis zur neu einzurichtenden Endhaltestelle „Helgolandring“,
  2. Verlängerung der U11 über die Haltestelle „Karstadt-Hauptverwaltung“ bis zur neu einzurichtenden Endhaltestelle „Hatzper Straße“ (1.Stufe),
  3. Verlängerung der U11 ab „Hatzper Straße“ über Haarzopf bis zur neu einzurichtenden Endhaltestelle „Flughafen Essen/Mülheim“ (2. Stufe),
  4. Verlängerung der Linien U11 und U17 mit einem gemeinsamen Verkehrsknotenpunkt im Bereich „Büropark Bredeney“.

Sofern im Rahmen der Prüfungen Modifikationsnotwendigkeiten bekannt werden, sind die entsprechenden Alternativen zu entwickeln. Ebenso werden die noch ausstehenden Erkenntnisse zu den bereits formulierten Prüfaufträgen erwartet.

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