Initiative der Grünen für einen runden Tisch zu Treffs der Alkohol- und Drogenszene

Omeirat: Hilfsangebote für Suchtkranke ausbauen

Ahmad OmeiratIn der Ratssitzung am 24. Mai 2017 beantragt die Ratsfraktion der Grünen, dass ein Runder Tisch zum Umgang mit Treffs der Alkohol- und Drogenszene in der Stadt Essen eingerichtet werden solle und die Mittel für die Sozialarbeit in diesem Bereich aufgestockt werden sollen. Dazu erklärt Ahmad Omeirat, ordnungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:
„Die Hilfsangebote für Suchtkranke müssen dringend ausgebaut werden. Es ist ein sozialpolitischer Offenbarungseid der großen Koalition in Essen, wenn Verträge für Sozialarbeiter für die Alkohol- und Drogenszene befristet werden und gleichzeitig das Ordnungspersonal zur Vertreibung der Szene am Hauptbahnhof deutlich aufgestockt wird. Durch diese sehr einseitige Strategie der Vertreibung der Szene wird das Problem des Alkohol- und Drogenkonsums der suchtkranken Menschen nicht gelöst, sondern nur an andere Orte der Stadt verlagert. Wir benötigen vielmehr eine dauerhafte Verstetigung und Aufstockung der Mittel für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.
Mit dem Pissoir an der Hollestraße, das nicht einmal die Frauen der Szene nutzen können, wurde unnötig viel Geld ausgegeben, das wir besser in Hilfsangebote investiert hätten. Es wird auch Zeit, mehr auf den Sachverstand der professionellen Helfer aus Suchthilfe, Diakonie und Caritas zu hören. Wir beantragen daher in der kommenden Ratssitzung die Bildung eines Runden Tisches von Politik, Verwaltung, sozialen Verbänden und Polizei, um gemeinsam ein Konzept für einen menschenwürdigen und nachhaltig wirkungsvollen Umgang mit den Suchtkranken zu entwickeln.“

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