Hiltrud Schmutzler-Jäger, hier beim Radverkehr zwischen Berliner und Limbecker Platz - ausnahmsweise ohne gefährlichen Autoverkehr.

Geschützte Radfahrstreifen

Schmutzler-Jäger: Verkehrswende gelingt nur durch massive Förderung des Radverkehrs

Die Ratsfraktion der Grünen unterstützt die Forderung des Essener Fahrclubs ADFC nach Einrichtung von durch Poller geschützten Radfahrstreifen an Hauptverkehrsstraßen. Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Die Verkehrswende in Essen gelingt nur durch massive Förderung des Radverkehrs. Insbesondere der Alltagsradverkehr längs von Hauptverkehrswegen muss sicherer werden. Dazu sind Radspuren, die durch Poller, Blumenkübel oder Bordsteine vom Autoverkehr abgetrennt werden (sog. Protected Bike Lanes), das geeignetste Mittel.

Die reflexhafte Ablehnung solcher geschützter Radfahrstreifen durch Ratspolitiker von SPD, CDU und FDP zeigt, dass diese die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt haben. Denn wer ernsthaft an einer Erhöhung des Radverkehrsanteils in Essen interessiert ist, darf sich nicht auf das Anlegen von Radwegen auf aufgegebenen Bahntrassen beschränken. Der Radverkehr wird nur dann attraktiver, wenn dem motorisierten Individualverkehr Flächen zugunsten von Radwegen genommen wird. Letztlich sollte dies aber auch im Interesse der Autofahrerinnen und Autofahrer sein, die wirklich auf das Auto angewiesen sind. Denn durch mehr Alltagsradverkehr mindert sich letztlich auch die Zahl an Autofahrten auf Essens Hauptstraßen.“

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