Eigenständige vom PKW-Verkehr getrennte Radwege, wie hier auf der ehemaligen Bus- und Strassenbahntrasse in Fulerum, sind in Essen leider noch kein Standard.

Zunahme an Fahrrad-Unfällen

Potthoff: mehr Schutzräume für Radverkehr und Unfallprävention erforderlich

Anlässlich der deutlichen Zunahme von Fahrrad-Unfällen in der Stadt Essen im Jahr 2018 erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:

Ernst Potthoff„Die Einrichtung einer Sonderarbeitsgruppe der Polizei zur besseren Analyse der Steigerung an Radverkehrsunfällen ist sehr zu begrüßen. Wenn die erste Auswertung zu den Ursachen vorliegt, sollten auch die Radverbände sowie die örtliche Politik eingebunden werden. Zwar gibt es eine Unfallkommission, die Schwelle für deren Einschaltung liegt aber zu hoch.

Gemeinsames Ziel sollte es sein, Gefahrenstellen und -situationen zu entschärfen, ohne den Radverkehr massiv einzuschränken. Letzteres war mehrfach zu beobachten, nachdem die Unfallkommission ans Werk ging.

Nach dem Duisburger Vorbild sollten außerdem an Gefahrenstellen leuchtend orangefarbene Warnfahrräder aufgestellt werden, um alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zur gegenseitigen Rücksichtnahme zu ermahnen. Derartige Warnräder sollten insbesondere bei freien Rechtsabbiegern, wie an der Hollestraße / Steeler Straße und der Wuppertaler Straße / Zornige Ameise platziert werden, um Autofahrerinnen und Autofahrer vor möglichen gefährlichen Begegnungen zu warnen.

Generell benötigen wir eine Abmarkierung von eigenen Rad- und Umweltspuren und der pilothaften Schaffung erster sogenannter geschützter Radfahrstreifen (Protected Bike Lanes), zum Beispiel auf der Wittenbergstraße.“

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