Fridays for future

Krusenbaum: Verweigerung des Rederechts im Rat war kein Lehrstück in gelebter Demokratie

In seiner letzten Sitzung am 27. Februar hat sich eine Mehrheit des Rates dafür entschieden, Mitgliedern der Essener Initiative „Fridays for future“ nicht die Möglichkeit zu geben, ihr Anliegen dem höchsten kommunalen Entscheidungsgremium persönlich vorzutragen. Stattdessen wurden die Schülerinnen und Schüler an den Umweltausschuss verwiesen. Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Ratsfraktion der Grünen, Irmgard Krusenbaum, bedauert, dass die Jugendlichen nicht in der Ratssitzung zu Wort gekommen sind, sondern stattdessen in einen Ausschuss mit nur sehr begrenzter öffentlicher Wirkung abgeschoben worden sind:

„Hier geht es um unser aller Zukunft und damit um ein Problem, das nicht nur die Mitglieder des Umweltausschusses, sondern alle Mitglieder des Rates betrifft. Viele Entscheidungen, die im Rat getroffen werden, haben auch Auswirkungen auf unser Klima, z.B. in den Bereichen Verkehr, Bau, Finanzen, Gewerbeansiedlung. Essen hat sich zur „Großstadt für Kinder“ erklärt, veranstaltet teure und aufwendige Tagungen, um Jugendliche zu beteiligen und leistet sich ein Kinderforum im Rathaus. Aus unserer Sicht ist es daher völlig unverständlich, dass Jugendliche, die auf ihre eigene Art und Weise ihre Zukunft mit gestalten und sich Gehör verschaffen wollen, auf eine derart schulmeisterliche Art ausgebremst werden. Dies war kein Lehrstück in gelebter Demokratie. Die Schüler und Schülerinnen haben in dieser Ratssitzung etwas gelernt, aber sicherlich nicht das, was wir Ihnen als Werte gerne vermitteln wollen.“

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