Das riesige Areal des Flughafens Essen/Mülheim hat eine attraktivere Zukunft verdient, denn als defizitärer Landeplatz weiterhin die Haushalte zweier Städte zu belasten. Umweltbewusst geplante Gewerbenutzung ist dabei das wichtigste Stichwort.

Mögliche Kehrtwende der CDU bei der Schließung des Flughafens Essen/Mülheim

Schmutzler-Jäger: Aufrechterhaltung des Flugbetriebs aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen unvernünftig

Die Ratsfraktion der Grünen registriert mit Fassungslosigkeit, dass sich die Essener CDU möglicherweise vom Ziel einer Schließung des Flughafens Essen/Mülheim verabschiedet, wie dies ein Antrag auf dem letzten CDU-Parteitag vorsieht.

Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:

„Seit über 30 Jahren haben wir Grüne uns zusammen mit der Essener CDU für eine Aufgabe des Flugbetriebs am Flughafen Essen/Mülheim eingesetzt. Wenn sie jetzt in dieser Frage eine Kehrtwende vollzieht, dann handelt sie nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen unvernünftig.

Der Flughafen ist seit Jahrzehnten ein Subventionsgrab für die Stadt Essen. Ein Weiterbetrieb über 2024 oder gar 2034 hinaus würde auch Millionenbeträge für die Instandsetzung des maroden Entwässerungssystems auslösen. Dieser Schritt zeigt auch, dass die CDU kein Interesse an einer klimafreundlichen Politik und den Lärmschutz der Anwohnerinnen und Anwohner hat.

Im Übrigen bietet eine maßvolle Nachnutzung des großen Geländes mit Wohn- und Gewerbebauten eine riesige stadtentwicklungspolitische Chance. Wenn die CDU diese Chance nicht nutzt, macht sie sich mit ihrer permanenten Forderung nach neuen Wohn- und Gewerbeflächen unglaubwürdig.

Als Ablenkungsmanöver finden wir den Hinweis aus dem CDU-Parteitagsantrag, man könne den Flughafen für elektrisch betriebene Flugtaxis verwenden. Fliegen ist und bleibt die unökologischste Fortbewegungsart. Ein komplett mit Elektroflugzeugen betriebener Flughafen ist eine Vision, die sich selbst in 30 Jahren noch nicht erfüllt haben wird.“

 

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3 Kommentare

  1. Sven

    Wenn der Flughafen geschlossen wird, kommt mit Sicherheit ein Gewerbegebiet hin und die Firmen benutzen bestimmt nicht Elektro-LKW’s.

    Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Nachnutzung des Flughafens ein grüner Rasen oder ein Wald sein wird.

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  2. Günther

    Hier sieht man sehr schön die Doppelzüngikeit der Grünen, auf der einen der Kindhaft dickköpfige Wille einen Flughafen zu schließen, einen regionalen der definitiv das Zeug zur Weiterentwicklung hat, was nur wenige von sich behaupten können, aber politisch motiviert, permanent ausgebremst wird. Das ist gleichzeitig das Argument den Weiterbetrieb zu verhindern. Interessanterweise zählt hier nicht, der von Grünen so häufig geforderte, Schutz der artenreichen Natur am und in unmittelbarer Umgebung des Flugplatzes. Nein, hier wird auch noch die Chance auf Bebauung und wirtschaftlicher Nutzung des Areals in den Vordergrund gestellt. Ein wunderbares Beispiel grüner „wünsch Dir was“ Politik…

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    • walter

      Die bisher öffentlich vorliegenden Ergebnisse erster Planungsworkshops zur gewünschten Nachnutzung des Flughafens gehen allerdings davon aus, dass natürlich erhebliche Bereiche dieses Areals nicht überbaut werden, sondern im Sinne von Landschafts- und Naturschutz weiterentwickelt werden. Andere Entwicklungspläne dort, die etwa nur die maximale wirtschaftliche Ausbeutung dieses Areal zum Ziel hätten, würden den ebenso maximalen Widerstand sowohl der Essener-,wie der Mülheimer Grünen erfahren.

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