Protesttransparent gegen die AFD während einer Wahlkampfveranstaltung dieser Partei auf dem Altenessener Markt

Interview-Äußerungen von Bezirksbürgermeister Michael Bonmann

Leipprand: Zusammenarbeit mit AfD für Grüne ausgeschlossen

 Im Interview mit den Werdener Nachrichten vom 16. August hat Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann (CDU) im Hinblick auf den Umgang mit möglichen AfD-Bezirksvertreter nach der Kommunalwahl geäußert: „Wir haben die Linken integrieren können – je nachdem, welche Person da von der AfD kommen wird, könnte uns das auch mit dieser Partei gelingen.“ Dazu erklärt Anna Leipprand, Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksvertretung IX:

„Eine Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der AfD ist für uns Grüne ausgeschlossen. Denn die AfD entwickelt sich zunehmend zu einer völkischen Partei, die eine Ausgrenzung von angeblich fremden Kulturen predigt und eine geschlossene, ethnisch homogene Kultur propagiert. Die Macht in der Partei wird mehr und mehr von ultrarechten Personen übernommen, was sich auch beim letzten Parteitag der NRW-AfD zeigte. Es ist fraglich, ob Teile der AfD noch auf dem Boden der Verfassung stehen. Insofern ist auch Herrn Bonmanns Gleichsetzung von Vertretern der Linken mit solchen der AfD völlig unangemessen.

Der Stadtbezirk 9 zeichnet sich durch eine Weltoffenheit und Willkommenskultur aus, wofür auch die Flüchtlingsinitiativen „Werden hilft“ und „Kettwig hilft“ stehen. Diese Weltoffenheit wollen wir nicht aufs Spiel setzen.

Bei allem Verständnis für das Bemühen des Bezirksbürgermeisters, für einen Ausgleich zwischen unterschiedlichen Positionen zu sorgen, gilt für uns Grüne dennoch: Auch in einem Bezirksparlament darf gerne inhaltlich gestritten werden und deutlich werden, welche Partei für welche Inhalte steht.“

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