Protestaktion des AK Bürgerradweg zum Erhalt des Bahndamms im Juni 2019

Beschluss von SPD und CDU für weitere Studie zum RS1

Kerscht: Große Koalition bremst Radschnellweg Ruhr als Essens wichtigstes Radinfrastrukturprojekt aus

Auf Antrag der Ratsfraktion der Grünen befasst sich der Rat der Stadt Essen am 25. September im Rahmen einer Aktuellen Stunde mit der Führung des Radschnellweges Ruhr im Eltingviertel. Dazu erklärt Christoph Kerscht, planungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:
„Erneut bremst die große Koalition den Radschnellweg Ruhr als Essens wichtigstes Radinfrastrukturprojekt aus. Der von SPD und CDU im Planungsausschuss durchgesetzte Beschluss zur Beauftragung einer weiteren Machbarkeitsstudie grenzt an Schikane und erzeugt unnötige Kosten. Wieder wird wertvolle Zeit für eine baldige Realisierung des RS 1 verloren. Und während Landes- und Bundespolitikerinnen und -politiker von SPD und CDU den RS1 als positiven Imageträger für die Gesamtregion Ruhrgebiet und als Motor für eine nachhaltige Stadtentwicklung loben, stellen die örtlichen SPD- und CDU-Vertreterinnen und Vertreter den größten Bremsklotz bei der Verwirklichung dar.
Die von der GroKo geforderte ebenerdige Führung des RS1 durch das Eltingviertel wurde bereits in der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2017 sowie in der aktuellen Machbarkeitsstudie hinreichend geprüft. Die Kostenschätzungen zeigen, dass ein kompletter Abtrag des Bahndamms ca. eine Million Euro mehr kostet als die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Variante mit einem 60prozentigen Abtrag des Bahndamms. Für diese Mehrkosten muss die Stadt vermutlich alleine aufkommen.
Da der RS1 sowohl über die Gladbecker Straße als auch über die Schützenbahn auf einer Brücke geführt werden muss, stellt sich auch die Frage einer realisierbaren ebenerdigen Strecke im Eltingviertel, zumal längere Rampen für diese Brückenbauwerke erforderlich sind.“

zur Anfrage der Grünen

zum Antrag der Grünen für die Akt. Stunde

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1 Kommentar

  1. Sven

    Ich verstehe nicht was an der Erweiterung so schwierig sein soll. Warum ist man in Deutschland überhaupt nicht in der Lage und Willens, Regelungen zu finden, trotz Bahnverkehr auf diesem Abschnitt den RS1 weiterzubauen. So schwierig kann das nicht sein, es sei denn man will es überhaupt nicht. Warum braucht man in Deutschland für so einfache Infrastrukturprojekte, wie der Bau einer Brücke, die nicht einmal 200 bis 300 Meter Länge hat so lange? Warum diskutiert man überhaupt noch darüber? Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Bei einer Autobahn für Autos diskutiert man auch nicht darüber. Da ist es ganz selbstverständlich, dass die Autobahn über Brücken geführt wird.

    Es ist wirklich total peinlich, was in Essen abgeht. Da der RS1 ja ein Projekt ist, das deutschlandweite und vielleicht darüber hinaus Beachtung findet und beobachtet wird, ist für keine gute Werbung. Allerdings sollten WAZ und NRZ viel mehr darüber berichten, als alle Jubeljahre.

    Ich wohne in der Nähe des östlichen Teilstücks des RS1 in Essen. Ich bin 41 Jahre alt und wenn es in diesem Tempo weiter geht, gehe ich mit 67 eher in Rente, als dass das Stück südlich von Stoppenberg und nördlich von Kray gebaut worden ist.

    Vielleicht möchte man ja gerne, dass Essen so einen Ruf bekommt, wie Berlin mit seinem noch nicht fertiggestellten Hauptstadtflughafen.

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