Es geht um nicht weniger als die Zukunft.

Kommentar von Silas Haake, polit. Geschäftsführer der Jungen Grünen

 

Wenn Jugendliche freitags auf den großen Plätzen der Städte streiken, geht es um eine Sache: Es geht um die Zukunft. Und Zukunft geht nicht ohne einen Lebensraum. Dabei hat sich die Frage, in welcher Welt wir leben wollen, längst geklärt. Vielmehr geht es jetzt um die Frage, in welcher Welt wir leben werden, wenn es so weitergeht wie bisher.

Die „Fridays for Future“-Streiks der Schüler*innen und Student*innen sind längst keine „kleine Bewegung“ mehr, die sich vom Mut der 16-jährigen Greta Thunberg haben überzeugen lassen. Das zeigte nicht zuletzt der internationale Klimastreik Mitte März mit den knapp zwei Millionen Streikenden weltweit.

Die Jugend von heute geht auf die Straßen und streikt. Sie schwänzt die Schule, nicht zum Spaß, sondern weil die Zeit immer knapper wird. Die Jugend von heute nimmt ihr gutes Recht wahr und will Politik mitgestalten.

Die Schulen haben ihre Aufgaben anscheinend gut gemeistert:  Wir wissen, was Demokratie heißt und werden politisch aktiv – Deswegen treten wir einmal in der Woche für das Klima ein. Wir streiken und gehen während der Schulzeit auf die Straße. Wir legen gemeinsam unsere Stifte nieder, damit man uns zuhört.

Demokratie ist unbequem und so sind wir.

Die Jungen Grünen beim Wahlkampf 2017: Weil wir nur eine Erde haben, brauchen wir eine gute und nachhaltige Klimapolitik.

Gerade weil uns Steine in den Weg gelegt werden und der Gegenwind groß ist, werden wir von Woche zu Woche mehr. Wie die mit politischen Mehrheiten darauf in den Parlamenten reagieren, ist kaum nachvollziehbar: Statt auf das zu reagieren, was die Schüler*innen bewegt, reagiert man nur darauf, dass sich etwas bewegt.

Geradezu zynisch wird der Jugend gesagt, die Bewältigung der Klimakrise solle man den Profis überlassen. Schwer vorstellbar, fühlen wir uns doch im Stich gelassen von denen, die die deutsche Klimapolitik zu verantworten haben. Genau deswegen überlassen es die Schulschwänzer eben nicht mehr denen, die zwar von einem „Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ sprechen, aber gleichzeitig keine Politik machen für ein Deutschland, in dem alle gut und gerne leben.

Der Streik der Jugendlichen geht weiter. Statt darüber zu diskutieren, dass wir streiken, sollte man endlich anfangen zu diskutieren, damit wir nicht mehr streiken. Schließlich wollen auch wir noch mit unseren Kindern und Enkelkindern in den Hambacher Wald und die Vögel zwitschern hören.

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