Fachgespräch: Wie viel Zürcher Modell braucht Essen? – mit NRW-Justizminister Benjamin Limbach

Der Umgang mit obdachlosen sowie sucht- und drogenkranken Menschen in der Essener Innenstadt wird zunehmend von ordnungspolitischen Maßnahmen und Debatten über Verbote und Verdrängung geprägt. Gleichzeitig stehen niedrigschwellige Hilfsangebote und der Drogenkonsumraum immer wieder unter Rechtfertigungsdruck. Dabei darf aus dem Blick nicht geraten: Sucht und Obdachlosigkeit lassen sich nicht aus der Innenstadt verbannen – und Drogenkonsumräume sind ein wichtiger Bestandteil der Überlebens- und Gesundheitshilfe.

Zürich geht mit seinem viel beachteten Modell seit Jahren einen anderen Weg. Dazu gehören SIP – Sicherheit, Intervention, Prävention, das soziale Arbeit, Konfliktintervention und Präsenz im öffentlichen Raum verbindet, sowie ein anderer Umgang mit dem sogenannten Mikrohandel mit Drogen im Umfeld von Konsumangeboten.

Was kann Essen von diesen Erfahrungen lernen – und was können wir vor Ort konkret verändern? Welche neuen Ansätze braucht es bei aufsuchender Sozialarbeit, niedrigschwelligen Hilfen und im Zusammenspiel von Suchthilfe und Ordnungsbehörden? Welche Elemente des Zürcher Modells lassen sich auf Essen übertragen? Und wo braucht die kommunale Politik dafür andere rechtliche oder landespolitische Rahmenbedingungen?

Darüber diskutieren:

Benjamin Limbach
Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen

Mehrdad Mostofizadeh
Vorsitzender der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW

Prof. Dr. med. Patrik Roser
LVR-Universitätsklinik Essen Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin

Bärbel Marrziniak
Suchthilfe Essen

Moderation:
Sandra Schuhmacher, Co-Fraktionsvorsitzende Grüne im Rat Essen

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Datum
30.09.2026
Uhrzeit
17:30 - 19:00
Standort
Kreisgeschäftsstelle
Kopstadtplatz 13, 45127 Essen