Das nationalsozialistische „Ehrenmal“ in Steele Horst

Derzeit leider kein Mahnmal, sondern weiterhin Anlaufpunkt für Rechtsradikale und Neo-Nazis

Das Ehrenmal mit den Gestellresten der ersten Infotafel aus den achtziger Jahren.

Eigentlich ist der mit schönen Bruchsteinen ummantelte Aussichtspunkt über das Ruhrtal unterhalb der Straße „Vryburg“ und „Haus Horst“ ein idyllischer Ort, der den Blick sowohl auf die klassische Industriekulisse des Eisenbahnmuseums Dahlhausen, wie auch auf langgestreckte Wiesen und Wanderwege schweifen lässt. Allerdings hat das ebenfalls mit Bruchsteinen verkleidete Säulenrund in der Platzmitte gerade mit seinem teilweisen Verfall etwas pathetisch-religiöses, könnte an ein Mini-Stonehenge oder einen germanische Thingplatz erinnern.
Tatsächlich ist dieser mögliche Eindruck kein Zufall oder eine Panne der städtischen Grün- und Grugabetriebe, sondern durchaus Absicht – allerdings nicht der heutigen Stadtverwaltung.

 Aufklärung fehlt – Tafel abmontiert und kaputtgeschlagen!

Mit solchen Bronzetafeln hatten die Nationalsozialisten ihre toten Freikorps-söldner wie auch Bürgerwehrangehörigen aus den Jahren 1919 bis 1923 verewigt.

Aufklärung über diesen besonderen Ort könnte eine Geschichtstafel bringen, stattdessen sehen wir ein großes leeres Metallgestell am Eingang dieses „Ehrenmals“. Auch ein zweiter Versuch mit historischen Hintergrundinformationen den Charakter dieses Ortes zu demokratisieren, hatte leider kein Jahr gehalten. Die entsprechende Tafel des Steeler Geschichtskreises wurde bereits vor Monaten professionell abmontiert und gestohlen.
Bereits Ende der achtziger Jahre hatte es aber in einem umfangreichen Gedenktafelprojekt für die Gesamtstadt Essen, an dem der verstorbene Historiker Dr. Ernst Schmidt wesentlich beteiligt war, auch hier eine ausführliche, in solidem Edelstahl gearbeitete Erinnerungstafel gegeben. An diesem Ort hielt sie sich aber nicht lange. Nach wenigen Jahren wurde sie kaputtgeschlagen; Spaziergänger mussten sich mit dem übriggebliebenen verbogenen Gestell begnügen. Weil dieser Ort relativ weit von anderer Bebauung entfernt liegt und soziale Kontrolle schwierig ist, hatte die Bürgerschaft lange gezögert, hier wieder eine neue antifaschistisch-demokratische Gedenktafel anzubringen.

Das Problem, wie kritische Erinnerungshinweise mit finanziell wie personell vertretbarem Aufwand vor Vandalismus oder bewusst politisch motivierter zerstörung geschützt werden kann, darf jetzt  nicht allein auf den Schultern des kleinen historischen Vereins für Steele lasten. Das „Horster Ehrenmal“ nicht als Spielwiese irgendwelchen rechtsradikalen Republikfeinden zu überlassen, ist eigentlich eine Aufgabe für Kulturverantwortliche in ganz Essen.

1934 – nationalsozialistisches Heldengedenken

Aufkleber im Umfeld des Ruhrkämpfer-denkmals: Reklame mit der „Schwarzen Sonne“ – ein aus der ehemaligen SS-Ordensburg Wewelsburg bekanntes Symbol. Im Gegensatz zur SS-Rune und ähnlichem ist die Schwarze Sonne kein offiziell verbotenes NS-Symbol.

Bereits 1934 hatte die Stadt Essen unter ihrem nationalsozialistischen Oberbürgermeister Dr.Theodor Reismann-Grone hier ein impossantes Kriegerdenkmal errichten lassen, dass nicht etwa den Toten des I. Weltkriegs gewidmet war, sondern getöteten Reichswehrsoldaten und Söldnern der rechten Freikorps, die zwischen 1919 und 1920 insbesondere streikende Arbeiter bekämpfen. Am 13. März 1920 hatte es schließlich den später so genannten „Kapp-Lüttwitz-Putsch“ führender Militärs gegeben, der dazu führte, dass die legitime Reichsregierung unter SPD-Führung für einige Tage aus Berlin fliehen musste. Während die offizielle Reichswehr unter Generaloberst von Seeckt ( dem seit 1937 und bis heute eine Straße in Rüttenscheid gewidmet ist) sich weigerte, die legale Regierung auch mit militärischen Mitteln zu schützen, konnte erst ein bis in die Gegenwart für Deutschland einmaliger dreitägiger Generalstreik die Putschisten zur Aufgabe zwingen. Natürlich war das Horster „Ehrenmal“ 1934 nicht dazu gedacht, der rund 1000 im Ruhrgebiet in diesen Wochen getöteten Arbeiter zu gedenken, sondern ausschließlich der „gefallenen Ruhrkämpfer“ der Freikorps. Angeblich hatten diese Söldner unsere Region vor der „roten Flut“ einer „Roten Ruhrarmee“ gerettet, tatsächlich hatten sie dafür gekämpft, bereits 1920 aus der Weimar Republik eine Militärdiktatur zu machen.

2017: „Ehrenmal“ muss Mahnort für die Demokratie werden

Ostern 2013 hinterliessen rechte npd-nahe Russlanddeutsche solche Kränze und Kranzschleifen am Horster “ Ehrenmal“

Fast 72 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland sollten faschistische Kultstätten rechter Heldenverehrung eigentlich nicht mehr für derartige falsche Heldenverehrung nutzbar sein. Zumindest Öffentlichkeit und die Ämter der Stadt Essen hätten dafür zu sorgen, dass entsprechende Orte wie das Kriegerdenkmal in Steele Horst, vom NS-Staat 1934 mit großem Pomp und vielen soldatischen Würdenträgern eröffnet, rechten Gruppen nicht mehr als Kundgebungsort dienen kann.
Trotzdem ist seit einigen Jahren festzustellen, dass dieses Bauwerk wieder oft dem Zweck dient, für das es in Hitler-Deutschland gebaut worden war. Die alt-neue Nutzung geht auch darüber hinaus, dass oft Hakenkreuze, SA- oder SS- Parolen an die Bruchsteinsäulen zu erkennen sind, die von der Stadt natürlich immer wieder entfernt werden. An unterschiedlichen rechten Gedenktagen werden dort Kränze niedergelegt:  Am Volkstrauertag im November 2016 marschierte z.B. die NPD dort mit vielen schwarz-weiß-roten Fahnen auf. NPD-Landesfunktioäre, wie auch ein ehemaliger Essener NPD-Ratsherr schleppten Grabgestecke ins Zentrum des Kriegerdenkmals, dorthin wo sich früher die einzelnen Tafeln für die gestorbenen Freikorps-Ruhrkämpfer befanden.

Ewig lebt der Toten Tatenruhm?

Braun bis neo-nazi Naturschützer*innen zeigen mit Aufklebern Flagge im Umfeld des Horster „Ehrenmals“

Angesichts der Fotos auf den entsprechenden NPD-Webseiten hinterließen die Damen und Herren bei dieser anti-demokratischen Trauerfeier Grablichter, Kränze und Kranzschleifen, auf denen eine „NPD-Ruhrachse“ z.B. behauptete „Ewig lebt der Toten Tatenruhm“. Welche Reden gehalten bzw. Lieder dabei gesungen bleibt dabei noch der Phantasie überlassen.
In vergangenen Jahren, gern am Ostermontag, konnte mensch regelmäßig auf Kundgebungen eines „RDK“ treffen. Sogenannte „Rußlanddeutsche Konservative“ einer „ nationalkonservativen Bewegung der Deutschen aus Rußland“ ehrten hier bei bestem Sonnenschein mit pathetischen Reden und Musikbegleitung aus Verstärkeranlagen ihre vorgeblichen Freiheitskämpfer gegen „Bolchevismus“. Natürlich stellten sie die Aktionen auch mit 15-minütigem Youtube-Filmen ins Internet, wo sie lange Zeit problemlos abgerufen werden konnten.

Schwarze Sonne und Greenline-front

Jenseits der NPD tummeln sich hier auch rechtsextreme Natur- und Lebensschützer, wie man unschwer an Aufklebern an Bänken und Mülleimern am Rand des Platzes erkennen kann. Volkssozialistisch nah bei der Natur im deutschen Wald, oft unter dem Logo der „Schwarzen Sonne“, die gern als nicht verbotenes aber trotzdem nationalsozialistisches Symbol genutzt wird. Hier eine Kostprobe aus ihrer facebook-Seite:
„Wir folgen der Stimme des Blutes, über Grenzen hinweg sind wir unseren Pflichten bewusst und handeln, um diese zu erfüllen! Diesem Ruf kann keine politische Form entgegen gestellt werden, denn nichts ist stärker als die Natur und das, was sie jedem von uns in die Wiege gelegt hat. Diejenigen, die der Stimme des Blutes folgen, gehen den Weg des Zarathustra, den Weg des Übermenschlichen, denn wir verkörpern die Zukunft! Lasst uns Vorbild und Wegweiser in eine bessere Zeit sein, schützt das, was uns am Leben hält, Natur, Blut, Kultur! Schließt Euch der Stimme des Blutes an.“

Funktion als rechter Aufmarschplatz oder Kultort muss beendet werden

Idyllischer Weg von der Vryburg und dem Hörster Feld hinunter zum „Ehrenmal“.

Ein bluttriefender Ort speziell für treudeutsche „Übermenschen“ sollte sich hier besser nicht etablieren.
Genau wegen dieser Gefahr eines erneuerten rechten Aufmarschplazes oder Kultortes hatte es in den achtziger Jahren eine ausführliche Debatte in den politischen Gremien der Stadt gegeben, ob dieser Ort nicht besser eingeebnet werden sollte und z.B. zum neutralen Grillplatz mit schöner Aussicht auf das Ruhrtal umzugestalten sei. Diese Lösung wäre aber eine Niederlage gegenüber vielen rechtsextremen Gruppen. Als Mahnmal kann dieser Ort über der Ruhr in Steele-Horst uns durchaus viel Nützliches über deutsche und Ruhrgebietsgeschichte im letzten Jahrhundert erzählen. Als Ort einer stadtoffiziellen Gedenkveranstaltung gerade zu den hier bewusst verschwiegenen Opfern von Kapp-Putsch und der NS Herrschaft wäre dieses Mahnmal sicherlich geeignet. Vielleicht könnte es statt oder in Ergänzung einer wiederhergestellten Informationstafel auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Ort geben. Die Kosten eines solchen künstlerisch-demokratischen Wettbewerbs, wie eines möglicherweise dann ausgewählten Entwurfs sollte dann die Stadt Essen übernehmen, der das faschistische „Ruhrkämpferehrenmal“ schließlich auch gehört. Die Stadt muss jetzt Verantwortung wahrnehmen, sich um diesen Erinnerungsort kümmern, bevor das weiterhin Rechtsextreme und Neo-Nazis übernehmen.
Walter Wandtke

Text der zerstörten ersten Mahntafel aus den 80ziger Jahren:

„Ehrenmal“ Steele-Horst

Dieses Bauwerk wurde von den Nationalsozialisten im Jahre 1934 als Ehrenmal für die Gefallenen der Freikorps, Einwohnerwehren, Reichswehr- und Polizeieinheiten errichtet, die 1918 – 1920 gegen die revolutionären Arbeiter im Ruhrgebiet kämpften.
Damit versuchten die Nationalsozialisten, ihre Sichtweise der Revolutionszeit 1918 – 1920 durchzusetzen, also vor allem
° die Weimarer Republik – das Ergebnis der Novemberrevolution 1918 – herabzuwürdigen,
° die Arbeiter der „roten Ruhrarmee“ zu verunglimpfen, die im März 1920 zur Abwehr des republikfeindlichen Kapp-Putsches die Waffen ergriffen und gegen putschende Freikorps-Einheiten, nach Beendigung des Putsches aber auch für die Durchsetzung revolutionärer Forderungen kämpften,
° die Mitglieder der Freikorps, von denen viele schon 1918 politisch rechtsextrem eingestellt waren und später als Nationalsozialisten die Weimarer Republik bekämpften, als nationale Helden und Wegbereiter des Nationalsozialismus zu feiern.
° den gewaltsamen Kampf der revolutionären Arbeiter in den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen 1918 – 1920 als „Roten Terror“ zu brandmarken, den „Weißen Terror“ der Freikorps aber zu verschweigen, dem nach der militärischen Besetzung des Ruhrgebiets im April 1920 weit über 1000 Arbeiter zum Opfer fielen,
° die Beseitigung der Demokratie und die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur als „Rettung Deutschlands“ darzustellen.

Inhalt der 2016 gestohlenen Texttafel des Steeler Archivs am Horster Ehrenmal:
Erinnerung an den Ruhrkampf von 1918/20

Dieses Bauwerk wurde von den Nationalsozialisten im Jahre 1934 als Ehrenmal errichtet. Es sollte an die Gefallenen der Freikorps, Einwohnerwehren, Reichswehr- und Polizeieinheiten erinnern, die 1918-1920 gegen die revolutionären Arbeiter im Ruhrgebiet kämpften.
Damit versuchten die Nationalsozialisten ihre Sichtweise der Revolutionszeit propagandistisch durchzusetzen. Die Weimarer Republik – das Ergebnis der November-Revolution 1918 – sollte herabwürdigt und damit die Beseitigung der Demokratie und die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur 1933 als „Rettung Deutschlands“ dargestellt werden. Die Mitglieder der Freikorps wurden als nationale Helden und Wegbereiter des Nationalsozialismus gefeiert. Somit wurde der gewaltsame Kampf der revolutionären Arbeiter in den bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen 1918-1920 als „Roter Terror“ gebrandmarkt, der „Weiße Terror“ der Freikorps aber verschwiegen, dem nach der militärischen Besetzung des Ruhrgebiets im April 1920 weit über 1.000 Arbeiter zum Opfer fielen.
Am 4. November 1934 wurde das Ehrenmal eingeweiht. Errichtet wurde es nach Plänen des Essener Architekten Dietzsch, eines ehemaligen Führers der Essener Einwohnerwehren. Die Säulen waren mit Gedenkplatten der Gefallenen der Freikorps bestückt. Diese Tafeln wurden allerdings nach 1945 entfernt. Generalleutnant von Watter, Oberbefehlshaber der Reichswehrtruppen beim Kapp-Putsch, war einer der maßgeblichen Initiatoren des Ehrenmals und bei der Einweihung zugegen. Die Straße, die damals durch das heutige Hörsterfeld direkt auf das Mahnmal zuführte, hieß General-von-Watter-Straße.
Die unmittelbare Zeit nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) war gekennzeichnet von großen politischen Umwälzungen. Nach der Flucht von Kaiser Wilhelm II. in die Niederlande und der kurzfristigen Einrichtung von Arbeiter- und Soldatenräten, entstand die erste Republik in Deutschland, die Weimarer Republik. Sie ermöglichte das erste allgemeine Wahlrecht in Deutschland, die Einsetzung von Betriebsräten, den Versuch der Sozialisierung von Unternehmen und weitere politische Erneuerungen.
Das Jahr 1919 war geprägt durch zahlreiche Streiks, vor allem der Bergarbeiter im Ruhrgebiet. Zechenbesitzer setzten Freikorps und Sicherheitswehren zum Schutz ihrer Anlagen ein, in deren Verlauf es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitereinheiten und Freikorpsgruppen kam.
Als Freikorps wurden bewaffnete Freiwilligenverbände bezeichnet, die sich nach Auflösung des kaiserlichen Heers mit staatlicher Duldung und Unterstützung gebildet hatten. Sie wurden im Grenzschutz und zur gewaltsamen Niederschlagung politischer Bewegungen im Innern eingesetzt.
Im März 1920 putschten in Berlin Reichswehrtruppen und Freikorps. Sie wollten die im November 1918 ausgerufene Republik beseitigen und ein autoritäres Regime etablieren. Reichspräsident Ebert rief zum Generalstreik auf, der die Putschregierung nach vier Tagen zur Aufgabe zwang.
Gegen die putschenden Freikorps im Ruhrgebiet bildete sich spontan eine bis zu 80.000 Mann starke „Rote Ruhrarmee“, die in mehreren Gefechten die Freikorpstruppen besiegte und bis zum 22. März das gesamte Ruhrgebiet besetzte.
Die Arbeiter versuchten nun ihre politischen Ideen durchzusetzen, waren aber untereinander zerstritten. Mit Duldung der Berliner Regierung marschierten Reichswehrtruppen und Freikorps, die vorher am Putsch gegen diese Regierung beteiligt waren, wieder in das Ruhrgebiet ein und beseitigten die Reste der „Roten Ruhrarmee“. Während der Kämpfe kamen mindestens 1.000 Arbeiter und 200 Freikorpsangehörige ums Leben.
Das Ehrenmal soll zukünftig als Mahnmal an die Auseinandersetzungen um die Gründung der ersten Republik in Deutschland erinnern.

Mehr Informationen unter diesen beiden Links:

link zum Steeler Archiv & der Gedenktafel

Wikipedia Lexikoneintrag zum „Ruhrkämpferehrenmal“

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2 Kommentare

  1. Jürgen

    Liebe Leute, nicht übelnehmen aber ihr macht euch mit eurer Hysterie lächerlich. Das Ruhrgebiet hat aktuell sicher massivere Probleme als dieses Denkmal. Kurzer Realitätseinschub: der Faschismus steht nicht vor der Tür, keine Sorge, alles ist gut.

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    • walter

      Natürlich steht der Faschsimus nicht vor der Tür, immerhin aber doch erschreckende Wahlergebnisse für die diversen Gruppen rechtsaußen. Ein falsches und bewußt nationalistisch verfälschtes Geschichtsbild deutscher Vergangenheit der letzten 100 Jahre führt irgendwann aber zu falschen, undemokratisch-totalitären Handlungsoptionen. Aufklärererische Geschichtsarbeit muss sich auch mit der gebauten Realität dieser Stadt befassen, sie ist wichtiger Teil von politischer Bildung.

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