Aktuelle Stunde beantragt: Grüne forder­n „Klima- und Hitzeschutz jetzt!“

Angesichts der anhaltenden Hitzewelle hat die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen für die Ratssitzung am heutigen Mittwoch eine Aktuelle Stunde zum Thema „Extremhitze in Essen: Klima- und Hitzeschutz jetzt!“ beantragt.

Für die Grünen ist klar: Extremhitze ist längst keine Ausnahme mehr, sondern eine der größten sozialen, gesundheitspolitischen und ökologischen Herausforderungen für die Kommunalpolitik. Die Stadt Essen muss deutlich schneller handeln, um die Menschen vor den Folgen der Klimakrise zu schützen.

Sandra Schumacher, Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion, erklärt: „Extreme Hitze ist nicht nur ein Gesundheitsrisiko, sondern eine soziale Frage. Wer in einer Wohnung ohne Balkon und Garten lebt, in einem schlecht gedämmten Haus und ohne Klimaanlage leidet besonders. Besonders betroffen sind diejenigen, die sich am wenigsten schützen können: Ältere Menschen, Schwangere, Kinder, kranke Menschen oder Menschen ohne festen Wohnsitz sind extrem betroffen. Hitzeschutz ist deshalb auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Die Stadt muss alles dafür tun, die Gesundheit der Menschen wirksam zu schützen.“

Der Fraktionsvorsitzende Stephan Neumann ergänzt: „Jeder neu gepflanzte Baum, jede entsiegelte Fläche, jedes begrünte Dach und jeder schattige Platz sind heute aktiver Hitzeschutz. Gleichzeitig zeigt sich: Eine moderne Verkehrs-, Umwelt- und Stadtentwicklungspolitik ist immer auch Klimapolitik. Wer den Umweltverbund stärkt, Grünflächen sichert und die Stadt klimaresilient umbaut, sorgt dafür, dass Essen auch in Zukunft lebenswert bleibt.“

Nach Auffassung der Grünen wird die Anpassung an die Folgen der Klimakrise von der Ratsmehrheit aus CDU und SPD noch immer nicht mit der notwendigen Konsequenz vorangetrieben. Dabei liegen viele Maßnahmen seit Jahren auf dem Tisch: mehr Stadtgrün und Straßenbäume, die Entsiegelung öffentlicher Flächen, zusätzliche Trinkwasserangebote, kühlere Schulhöfe und Plätze sowie die konsequente Umsetzung des kommunalen Hitzeaktionsplans. Angesichts immer häufigerer Hitzewellen reicht es nicht mehr aus, die Herausforderungen lediglich zu beschreiben – jetzt müssen konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.

„Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst Realität – auch in Essen. Wir brauchen Klima-Solar-Anlagen in Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheimen. Klima- und Hitzeschutz muss endlich ganz oben auf die politische Agenda“, so Schumacher und Neumann abschließend.

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