Öffentliche Toilette am Kopstadtplatz nicht ersatzlos aufgeben

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Essen fordert, die öffentliche Toilette am Kopstadtplatz zu erhalten. Mit einer Anfrage (siehe Anhang) im Ausschuss für Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung am 2. September wollen die Grünen zudem klären, was aus dem 2021/2022 angestoßenen städtischen Toilettenkonzept geworden ist und welche Versorgungslücken insbesondere in der Innenstadt weiterhin bestehen.

„Eine attraktive Innenstadt braucht ausreichend öffentliche Toiletten. Deshalb darf die Anlage am Kopstadtplatz nicht einfach ersatzlos verschwinden. Wir erwarten, dass die Stadt alle Möglichkeiten für einen Erhalt oder eine Sanierung prüft. Sollte das nicht möglich sein, braucht es eine konkrete und mindestens gleichwertige Ersatzlösung in unmittelbarer Nähe“, erklärt Elke Zeeb, ordnungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion.

Bereits 2021 hatten Grüne und CDU die Erarbeitung eines städtischen Toilettenkonzepts beantragt. In der anschließenden Befassung wurden unter anderem Versorgungslücken untersucht und die Reaktivierung und Aufwertung bestehender WC-Anlagen als Handlungsoption benannt. Die Grüne Fraktion wollen deshalb von der Verwaltung wissen, welche Maßnahmen seitdem tatsächlich umgesetzt wurden, welche noch ausstehen und wie sie die heutige Versorgungssituation in der Innenstadt bewertet. Dabei geht es der Fraktion ausdrücklich auch um die soziale Funktion öffentlicher Toiletten. Angebote wie die „Nette Toilette“ können das öffentliche Angebot sinnvoll ergänzen, stellen aber insbesondere für Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen nicht immer eine verlässliche Alternative zu frei zugänglichen Anlagen dar.

Zeeb: „Öffentliche Toiletten sind Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und müssen möglichst allen Menschen verlässlich zur Verfügung stehen – unabhängig davon, ob jemand Gast in einem Café oder Restaurant ist. Das gilt besonders für wohnungs- und obdachlose sowie suchterkrankte Menschen. Wenn wir über Aufenthaltsqualität und eine lebenswerte Innenstadt sprechen, müssen wir auch über eine ausreichende und niedrigschwellig zugängliche Toiletteninfrastruktur sprechen.“

Die Anfrage wird am 2. September 2026 im Ausschuss für Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung behandelt.

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