Die denkmalgeschütze Polizeischule an der Norbertstrasse ist keine Schönheit auf den ersten Blick - nach fachgerechter Sanierung dürfte sich das aber ändern

Ehemalige Landespolizeischule an der Norbertstraße

Wandtke: Gebäude unter Wahrung des Denkmalschutzes nutzen

Walter WandtkeZur aktuellen Debatte um die Zukunft der ehemaligen Landespolizeischule an der Norbertstraße erklärt der Ratsherr der Grünen und Sachverständige Bürger für Denkmalschutzfragen, Walter Wandtke:
„Ohne Frage kann die Polizei in Essen keine über 80 Jahre alten Polizeikasernen gebrauchen, in die seit Jahrzehnten fast nichts zum Erhalt und erst recht nichts zur Modernisierung investiert wurde.
Wir lehnen jedoch den Abriss der denkmalgeschützten Gebäude in bestem Bauhausstil ab. Das Land NRW als Eigentümer darf nicht aus seiner Verantwortung für architektur- und kulturgeschichtlich bedeutsame Gebäude entlassen werden. Wie will das Land NRW bei einem derart verantwortungslosen Umgang mit eigenen Denkmalobjekten die Verpflichtungen des Landesdenkmalschutzgesetzes gegenüber anderen Immobilienbesitzern durchsetzen?
Wir treten für eine denkmalgerechte nicht-polizeiliche Nutzung ein. Denkbar wären zum Beispiel Lösungen wie beim Glückauf- oder dem Baedeker-Haus, wobei die wesentlichen Fassaden und Eingangsbereiche erhalten und das Innere der Gebäude entkernt würden.
Es gibt Landesinstitute, Universitätseinrichtungen oder Privatnutzer, für deren Zwecke die denkmalgerechte Sanierung nicht derartige Summen verschlingen muss, wie es für einen modernen Polizei und Ausbildungsstandort notwendig wäre. An der attraktiven Gewerbeachse entlang der A 52 mit guter ÖPNV-Anbindung darf grundsätzlich eine hohe Investitionsbereitschaft vorausgesetzt werden. Sanierungen unter dem Denkmalschutz ermöglichen hier Umbauprojekte, die der Essener Wirtschaftsentwicklung als Visitenkarte dienen können.“

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