Seilbahn in Asien - demnächst auch Seilbahngondeln von Werden nach Heidhausen? Foto pixabay

Seilbahn-Vorschlag von EMG-Geschäftsführer Richard Röhrhoff

Potthoff: Seilbahn ungeeignet zur Abwendung von Fahrverboten

Ernst PotthoffAngesichts des Vorschlages des Geschäftsführers der Essener Marketing-Gesellschaft (EMG), Richard Röhrhoff, in Essen Seilbahnanlagen als Alternative zu Busspuren oder dem Neubau für Tram- oder U-Bahntrassen in Erwägung zu ziehen, erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:
„Der Vorschlag von EMG-Chef Richard Röhrhoff ist völlig ungeeignet, um eine kurzfristige Absenkung der Stickoxidbelastung in der Essener Innenstadt zu erzielen. Die von der städtischen Task Force Luftreinhaltung vorgeschlagenen Maßnahmen einer innerstädtischen Umweltspur und eines neuen Parkraumbewirtschaftungskonzeptes sind aus Sicht der Grünen dagegen verhältnismäßig und zwingend erforderlich zur Abwendung des drohenden Dieselfahrverbotes.
Seilbahnen sind eine interessante Idee für den öffentlichen Nahverkehr, an dieser Stelle und zu diesem Zweck aber völlig fehl am Platz. Die Finanzierung ist völlig unklar und bis zur Realisierung würden Jahrzehnte vergehen. So muss man diesen Vorschlag als Ablenkmanöver verstehen, um Bussen und Radfahrern keine eigenen Trassen geben zu müssen und sich nicht mit der Autofahrer-Lobby anzulegen.
Nach der Wortmeldung von Planungsdezernent Hans-Jürgen Best (SPD) gegen eine Umweltspur ist dies nun die zweite unqualifizierte Äußerung eines führenden Verwaltungsmitarbeiters der Stadt Essen. Nun muss Oberbürgermeister Thomas Kufen endlich ein Machtwort sprechen und die permanenten Querschläge gegen die ämterübergreifende Task Force Luftreinhaltung der Stadt Essen abwehren.“

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