100 Jahre Frauenwahlrecht

Schmutzler-Jäger: Die Quote erschüttert männliches Beharrungsvermögen

Die Eröffnung der Ausstellung zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht im Essener Rathaus-Foyer ist auch für die Ratsfraktion der Essener Grünen Anlass für eine kritische Bilanz in Sachen Gleichberechtigung. Die Fraktionsvorsitzende, Hiltrud Schmutzler-Jäger, stellt fest:

„Ohne die Festschreibung einer verbindlichen Quote für Frauen bei der Besetzung von wichtigen Parteiämtern einerseits und politischen Kandidaturen andererseits hätten die Grünen heute nicht die Vorreiter-Position in Sachen Gleichberechtigung, mit der wir uns quantitativ und qualitativ deutlich von allen anderen Parteien positiv abheben. Eine Studie der Böll-Stiftung hat dies erst kürzlich wieder bestätigt. Nur eine feste Quote ermöglicht es Frauen, das ausgeprägte männliche Beharrungsvermögen zu durchbrechen und dafür zu sorgen, dass mehr neue, weibliche Vorbilder in politischen Gremien Einzug halten. Durch die Verbesserung ihrer Erfolgsaussichten verbessert sich auch die Motivation von Frauen, sich politisch für eine Gleichstellung in allen gesellschaftlichen Bereichen einzusetzen. Die alljährlich zum Internationalen Frauentag veröffentlichten Zahlen und Fakten zum Thema Gleichberechtigung machen allerdings auch dieses Jahr deutlich: Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, vor allem im Hinblick auf die Veränderung der noch immer deutlich männlich geprägten Unternehmenskultur und der Besetzung von Spitzenpositionen in der Wirtschaft.“

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