Verkehrswende jetzt – statt vergiftete Wenn-und-aber-Vorschläge der GroKo

 

GRÜNE Essen fordern Vorfahrt für Busse und Räder auf Umweltspuren und dem Hauptrouten-Netz

 

Die GRÜNEN Essen fordern eine echte Verkehrswende für Essen ohne Wenn und Aber. „Mit ihren vergifteten Vorschlägen zur Umweltspur auf der Ruhrallee verhöhnt die GroKo erneut den Rat, die Stadtverwaltung und die Menschen in Essen“, kritisiert der Vorstandssprecher der GRÜNEN Essen, Kai Gehring.

„Mit ihrem Nachsatz: ‚Wenn der Autoverkehr nicht eingeschränkt wird‘, reißen sich CDU und SPD selbst das grüne Mäntelchen runter. Auch die Richter, die über Dieselfahrverbote entscheiden, werden unschwer erkennen, dass diese Vorschläge nichts als Aktionismus sind. Wie zuletzt bei dem Antrag einer weiteren Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg Ruhr RS1, geht es der GroKo in Wahrheit allein darum, umweltfreundliche Mobilität zu behindern – oder sogar zu verhindern. Wer das Klima und die Gesundheit der Menschen schützen will, muss ernsthafte Vorschläge unterbreiten, wie die EU-Stickoxid-Grenzwerte endlich eingehalten werden können.“

Aktuelle werden die Stickoxid-Grenzwerte unter anderen an der Alfredstraße und der Gladbecker Straße überschritten. „Deshalb muss parallel zur Alfredstraße auf dem Fahrrad-Hauptrouten-Netz für den Radverkehr endlich eine sichere und leistungsfähige Nord-Süd-Achse entstehen. Unser Vorschlag, die Rüttenscheider Straße in eine Einbahnstraße für den Autoverkehr auf der westlichen Seite und einen Zweirichtungsradweg auf der östlichen Seite zu teilen, liegt der Stadtverwaltung vor“, erklärt Stephan Neumann, Vorstandsmitglied und Sprecher der AG Radverkehr bei den Essener GRÜNEN.

„Diese sicher Radverkehrsführung wird noch mehr Menschen dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen. Die Gladbecker Straße kann vom Autoverkehr entlastet werden, indem die nördlichen Stadtteile und Nachbarstädte mit einem dichten Takt auf S- und U-Bahnlinien bedient werden, insbesondere während des Berufsverkehrs. Und auf der Ruhrallee befürworten wir ohne Wenn-und-Aber ein Umweltspur, die von Bussen und Fahrrädern genutzt werden kann. Wird diese Umweltspur – wie auch von der Ruhrbahn gefordert – über die Zornige Ameise auf der Wuppertalerstraße fortgesetzt, bedeutet das: Frei Fahrt für umweltfreundliche Mobilität bis in die Stadtteile Heisingen und Kupferdreh. Eine attraktive umweltfreundliche Mobilität, die von den Menschen angenommen wird, braucht Platz und muss solide finanziert werde.

Wir GRÜNEN sind die Partei der umweltfreundlichen Mobilität und werden mit der Stadtverwaltung und den Menschen in Essen den Klima- und Umweltschutz vorantreiben und grün-gestrichene Verkehrsdinosaurier als solche entlarven. Die GroKo darf die Menschen, die am 20. September zu Tausenden auf der Straße ihren Willen zu echtem Umwelt- und Klimaschutz demonstriert haben, nicht länger ausbremsen. Die GroKo darf die weitsichtigen und zukunftsfähigen Ideen der Handreichung ‚Mobilität neu denken‘ der Stadtverwaltung nicht länger untergraben. Die GroKo darf den Rat der Stadt nicht länger für ihre Spielchen missbrauchen nach dem Motto: Was jucken mich meine Beschlüsse für einen Modal Split von je 25 Prozent Fußgänger-, Fahrrad-, Auto- und Öffentlichem Nahverkehr von gestern“, kritisiert Neumann. Auch CDU und SPD hatten im Rat das Ziel der Grünen Hauptstadt Europas 2017 verabschiedet, den Anteil des Autoverkehrs in Essen bis zum Jahr 2035 von aktuell 55 auf 25 Prozent aller zurückgelegten Wege zu verringern. „Das bedeutet auch, dass der Platz für den Autoverkehr mehr als halbiert werden kann. Und der Platz für den Radverkehr muss den Plänen zufolge bereits bis zum Jahr 2025 verdreifacht werden. Denn bis dahin soll, laut Verwaltungsvorlage, der Anteil der Radverkehrs von aktuell 5 auf 14 Prozent wachsen“, rechnet GRÜNEN-Vorstandssprecher Kai Gehring vor.

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