Kai Gehring MdB: Atomausstieg ist Katalysator für die Energiewende vor Ort in Essen

Pressemitteilung I Zum endgültigen Atomausstieg am kommenden Samstag, den 15. April, und dem stetig wachsenden Ausbau der Erneuerbaren Energien erklärt Kai Gehring, Grünen-Bundestagsabgeordneter für Essen:
„Mit dem Ende des Streckbetriebs der drei Atommeiler Isar 2, Neckarwestheim 2 sowie Emsland ist der
Ausstieg aus der Atomkraft endgültig besiegelt. Die Zukunft unserer Energieversorgung liegt in den Erneuerbaren Energien, die schon heute etwa die Hälfte des Stroms in Deutschland ausmachen. Energie aus Wind und Sonne sichert unsere Stromversorgung, sie ist günstiger, klimafreundlicher, risikoarm und macht uns unabhängig. Das postfossile Zeitalter ist durch die Gesetzespakete von Klimaschutz- und Wirtschaftsminister Robert Habeck zur Entfesselung der erneuerbaren Energien in den letzten Monaten eingeläutet worden.
Der Atomausstieg ist ein Katalysator für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, der gerade auch bei uns im Ruhrgebiet endlich wieder in Schwung kommt. Der Schub bei den Erneuerbaren liegt an neuen Bundesgesetzen und einer beherzten NRW-Landespolitik im Zusammenwirken mit regionalen Initiativen, die die Energiewende aktiv mitgestalten wollen. Energiewende ist ein großes Innovations-, Investitions- und Gemeinschaftsprojekt. Gerade für Kommunen, Gewerbetreibende sowie Bürgerinnen und Bürger selbst wird es immer einfacher, Windräder oder Solaranlagen zu bauen.
Mit wesentlichen Erleichterungen für Bürgerenergiegesellschaften unterstützen wir den Transformationswillen von regionalen und lokalen Initiativen sowie der Kommunen. Kleine Photovoltaik-Anlagen bis zur Größe eines Scheunendaches sind für die Einnahmen und Ausgaben aus dem Betrieb ihrer Anlage von der Einkommenssteuer befreit – und zwar unabhängig davon, ob man den Strom selbst nutzen oder einspeisen will. Davon profitieren vor allem private Haushalte.
Balkonsolaranlagen geben auch den vielen Menschen, die in Essen in Mietwohnungen leben oder ohne eigenes Dach die Möglichkeit, ihren Strom selbst solar zu produzieren. Für das Betreiben solcher Balkonkraftwerke werden die Meldepflichten deutlich vereinfacht beziehungsweise gestrichen und auch herkömmliche Stecker sollen bald zum Anschluss genügen.
Es ist gut zu sehen, dass sich hier in Essen immer mehr Menschen an der Energiewende beteiligen. Davon profitieren Menschen, Klima und die Region gleich doppelt: Zum einen sorgen wir so dafür, dass es günstige Energie gibt, die standortnah produziert wird. Zum anderen lässt sich mit Energieerzeugung Geld verdienen und jeder und jede Interessierte kann daran teilhaben.“

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