Förderschulen leisten gute Arbeit für ihre Schüler*innen - trotzdem dürfen wir bei der Inklusion keine Rolle rückwärts zu einem schließlich doch getrennten Schulsystem zulassen.

Inklusion in essener Schulen

Wandtke: Land muss zusätzlichen Schulraum finanzieren

In dieser Woche hat sich der Schulausschuss mit den Eckpunkten eines Runderlasses der Landesregierung zur Neuausrichtung der Inklusion beschäftigt. Walter Wandtke, schulpolitischer Sprecher der grünen Fraktion, erklärt dazu:

Walter Wandtke„Die von Landesseite beschlossenen Veränderungen der inklusiven Beschulung lösen keine Probleme, sondern sorgen eher für schulpolitisches Chaos, dem jetzt Gesamtschulen, Realschulen, Hauptschulen und die Förderschulen mit äußersten Anstrengungen begegnen müssen.

Aus unserer Sicht ist es falsch, das Gymnasialsystem weitgehend von der generellen pädagogischen Aufgabe inklusiver Beschulung auszunehmen. Zum Glück sind sich einzelne Essener Gymnasien wie die Alfred-Krupp-Schule oder das Borbecker Gymnasium auch weiterhin der Verantwortung für inklusiven Unterricht bewusst.

Generell begrüßen wir die von der Landesregierung geplante Verringerung der Klassenstärke auf 25 Schülerinnen und Schüler. Allerdings verschärft dies die dramatische Raumnot an den Essener Schulen und belastet die knappen städtischen Finanzen. Wir sehen die Landesregierung daher in der Pflicht, den durch eine Verkleinerung von Klassen bedingten zusätzlichen Schulraum zu finanzieren.“

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld