Kultur

B90/DIE GRÜNEN Essen: Musikclubs sind Kulturorte

Es war ein Tag, an dem gefeiert wurde. Am 5. Mai 2021 forderte der Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen des Deutschen Bundestages die Bundesregierung auf, Musikclubs als Anlagen kultureller Zwecke einzustufen. Damit stand dem Schutz der Musikclubs nichts mehr im Weg. Doch die Feierlaune hielt nicht lange an, denn nach anfänglicher Euphorie und Aufbruchsstimmung begann das lange Warten. 

Seitdem hat sich nichts verändert. Im Gegenteil, der Druck auf die Städte wächst. Der Bedarf an Wohnraum und Flächen für die soziale Infrastruktur nimmt zu. Immer wieder kann man bundesweit beobachten, dass langjährig bestehende Musikclubs dem Druck, der auf den Kommunen liegt, weichen müssen. Dass diese Gefahr auch in Essen real ist, zeigte jüngst das Beispiel des Goethebunkers im Stadtteil Rüttenscheid. Dieser geriet ins Visier, als über mögliche Flächen für dringend benötigte Schulbauten gesprochen wurde. 

„Bestehende Liveclubs müssen vor heranrückender Wohnbebauung geschützt werden. Dafür bedarf es unter anderem eines flächendeckenden Kulturkatasters, das Kulturorte identifiziert. Dadurch können diese bei Stadtplanungsmaßnahmen von Beginn an berücksichtigt werden“, so der Vorstandssprecher der Essener GRÜNEN Markus Spitzer-Pachel.

„Der heutige Tag steht bundesweit unter dem Motto #clubsAREculture. Er bietet daher Anlass, noch einmal auf den notwendigen Schutz unserer Musikclubs hinzuweisen. Musikclubs sind teilweise über Jahrzehnte gewachsene Kunst- und Kulturorte. Sie brauchen Förderungen und Schutz aus der Politik, um nicht verdrängt und damit unwiederbringlich verloren zu gehen“, ergänzt Inga Sponheuer, Vorstandssprecherin der Essener GRÜNEN, die auch sachkundige Bürgerin im Kulturausschuss in Essen ist.

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